„Wir glauben, dass jeder Mensch — unabhängig von seiner körperlichen Einschränkung — das Recht hat, sich zu bewegen, zu wachsen und über sich hinaus zu wachsen.“
Kantelfit Special wurde nicht als Fitnessstudio gegründet. Es wurde als Antwort auf ein System gegründet, das Menschen mit Behinderung im Sport systematisch vergisst. Wir sind die Lücke, die es nie hätte geben dürfen — und wir füllen sie jeden einzelnen Tag.
Warum ich — und kein anderer
Hinter Kantelfit Special steckt keine Geschäftsidee. Es steckt ein Leben — und ein Bruder.
1½ Jahre jünger als ich. Schwerbehinderung, seltene Muskelschwäche, Gendefekt — und einer der wertvollsten Menschen in meinem Leben. Er ist der Grund, warum Kantelfit Special existiert. Ich möchte noch viel mehr Menschen wie ihm zeigen, wie wertvoll sie sind und dass das Leben lebenswert ist.
Jahre auf der Suche — von Klinik zu Klinik
Meine Familie wusste lange nicht, was mit Anton los war. Keiner konnte die Behinderung genauer definieren. Wir fuhren von Klinik zu Klinik — meine Mutter, ich, immer mit der Hoffnung, dass irgendjemand eine Antwort hat. Nur wenige Ärzte konnten wirklich helfen.
Wir waren uns sogar unsicher, ob Anton je sprechen lernen würde. Also begannen wir als Familie, Gebärdensprache zu lernen. Eine harte Zeit — aber wir haben nie aufgehört, es zu versuchen. Und Anton lernte sprechen.
Was mir mein Bruder über Geduld beibrachte
Als ich kleiner war, hatte ich oft Streit mit Anton. Ich verstand nicht, warum alles länger dauerte, warum er anders reagierte. Ich war ungeduldig — und das hat mir rückblickend mehr geschadet als ihm.
„Wenn ich sauer war, wurde Anton sauer. Wenn ich glücklich war, war er glücklich. Menschen mit Behinderung spiegeln jede Emotion wider — mit einer Intensität, die mich bis heute jeden Tag berührt.“
Diese Ruhe und Gelassenheit, die ich durch ihn gelernt habe, ist heute das Fundament von Kantelfit Special. Stress ist das Letzte, was diese Menschen brauchen.
13 Jahre — und dann endlich eine Mannschaft
Mein Bruder hat nach 13 Jahren erst eine Mannschaft gefunden, die wirklich zu ihm passt. Ich fing einige Monate, nachdem ich laufen konnte, mit Sport an. Aber 13 Jahre warten — auf etwas, das für mich selbstverständlich war?
„Das zeigt, welche Ungleichheit es gibt. Wirklich unfair. Und genau das lässt mich nicht schlafen.“
Der Moment, in dem ich Kantelfit Special gründete
2024 gründete ich Kantelfit – ein Personal-Training-Unternehmen. Ende 2024, nach fast einem Jahr Kantelfit, fragte ich mich: Gibt es überhaupt ein Training, das Menschen mit Behinderung ermöglicht, von überall zu trainieren? Meine Suche ergab: Physiotherapeuten, Rehasport in Kliniken — aber kein Training, das jeder von überall machen kann.
Ich hatte meine neue Vision. Nicht mit dem Gedanken, ob es klappen könnte — sondern mit dem Willen, der Erste zu sein, der sich an dieses Thema wagt.
Was mich an schwierigen Tagen weitermachen lässt
Es gab Momente, in denen ich alles hinschmeißen wollte. Die Geduld beim Aufbau der Website, die schlaflosen Nächte, die Zweifel. Als Angestellter wäre es so viel einfacher gewesen.
„Aber genau diese Momente abends — wenn beim Training eine neue Idee kommt, wenn ich die großen Fortschritte sehe — die lassen mich einfach nicht aufhören.“
Was wirklich passiert — wenn niemand hinschaut
Das System schließt Menschen mit Behinderung aus dem Sport aus — nicht mit Absicht, aber mit dem gleichen Ergebnis.
„Die meisten werden zum Physiotherapeuten gesteckt oder in eine Klinik — was ihnen überhaupt keinen Spaß macht. Ich möchte diesen Menschen Sport geben, bei dem sie echte Freude und echte Emotionen zeigen.“
Das Fitnessstudio sagt: Wir können nicht helfen
Kein barrierefreier Zugang, kein geschultes Personal, keine passenden Geräteabstände. Viele Studios liegen nicht im Erdgeschoss. Und selbst wenn — der Umbau kostet hunderttausende Euro. Das Ergebnis: Menschen werden abgewiesen, bevor sie überhaupt angefangen haben.
Das Studio erkennt die Behinderung nicht einmal
Keine Einschätzung, kein Plan. Bei einem Ausbruch droht sofortiger Ausschluss — fristlos, ohne Verständnis, ohne Vorbereitung. Die Person wird nicht ausgeschlossen, weil sie falsch ist. Sondern weil das System nicht auf sie vorbereitet ist.
„Weißt du, was es für Kosten verursacht, wenn man alles für Behinderte gerecht macht? Du musst einen Fahrstuhl einbauen, fachgerechte Toiletten mit Notruf — und dann brauchen die Geräte mehr Abstand, was weniger Plätze für die anderen bedeutet. Das schreckt Kunden ab. Das kostet zu viel.“
— Anonym · Aus einem Gespräch mit einem Studioleiter
Was wir immer wieder hören
„Ich konnte das Haus nicht verlassen — wie soll ich da einen Sport finden?“ Das Online-Training löst genau das: Bewegung von überall, ohne Barrieren, ohne Aufwand für die ganze Familie.
Familien berichten immer wieder: Das Gefühl, nicht willkommen zu sein — ausgeschlossen zu werden, ohne dass die betroffene Person es selbst bemerkt. Stiller Ausschluss tut am meisten weh.
Angehörige brauchen immense Kraft, die Person überhaupt erst aus dem Haus zu bekommen. Diese Energie sparen wir — mit Training, das zu den Menschen kommt. Nicht umgekehrt.
„Das Thema wird viel zu klein geschrieben. Es gibt keine ausgebildeten Fachkräfte, keinen Markt, keine Sichtbarkeit — obwohl diese Menschen etwas viel Besseres verdient haben.“
Worauf wir aufgebaut sind
Drei Prinzipien, die alles leiten, was wir tun — vom ersten Training bis zum letzten Schritt unserer Vision.
01
Radikale Inklusion
Kein Mensch soll jemals wieder die Tür eines Fitnessstudios aufmachen und das Gefühl haben, nicht willkommen zu sein. Bei uns ist jede Einschränkung der Ausgangspunkt — nicht das Ende.
02
Würde durch Stärke
Wir trainieren nicht Körper. Wir trainieren Menschen. Jeder Fortschritt — wie klein auch immer — ist ein Akt der Selbstbestimmung. Stärke ist nicht das Ziel. Würde ist das Ziel. Stärke ist der Weg.
03
Bewegung als Bewegung
Wir wollen keine Nische besetzen. Wir wollen den Standard verändern. Kantelfit Special ist der Beginn einer gesellschaftlichen Bewegung — für ein Deutschland, das niemanden zurücklässt.
Unsere Vision für 2030
Wo wir hinwollen — nicht als Wunsch, sondern als Versprechen.
Der erste Schritt
Persönliches Training vor Ort und online — für Menschen mit Behinderung, die nach einem Trainer suchen, der sie wirklich versteht. Kein Mitgefühl. Keine Ausreden. Nur Ergebnisse.
Das Team wird größer
Ausbildung weiterer Trainer, die unsere Philosophie teilen. Aufbau eines Netzwerks aus Therapeuten, Ärzten und Kooperationspartnern in der DACH-Region.
Die Plattform für alle
Eine digitale App — speziell entwickelt für Menschen mit verschiedenen Behinderungen. Trainingsvideos, Fortschrittstracking und Community. Inklusiv designt. Von Anfang an.
Deutschland, dann Europa
Eröffnung des ersten Kantelfit Special Standorts außerhalb Düsseldorfs. Partnerschaften mit Rehakliniken, Pflegeeinrichtungen und Sportvereinen bundesweit.
Der neue Standard
Inklusives Training ist kein Nischenprodukt mehr — es ist die Norm. Kantelfit Special hat dazu beigetragen, dass kein Mensch in Deutschland mehr auf einen Trainer warten muss, der ihn versteht.
Was wir bis 2030 erreichen wollen
Keine abstrakten Versprechen — konkrete Meilensteine, an denen wir uns messen lassen.
Menschen mit Behinderung trainieren regelmäßig mit uns
Zertifizierte inklusive Trainer in unserem Netzwerk
Städte mit einem Kantelfit Special Standort oder Partner
App-Nutzer, die täglich inklusiv trainieren
Inklusion, die man sehen kann
Unsere Vision ist kein Konzept auf dem Papier – sie passiert auf dem Platz. Woche für Woche, gemeinsam, mit Freude.
„Sport ist kein Privileg. Sport ist ein Menschenrecht.“
Werde Teil der
Bewegung
Diese Vision wird nur Wirklichkeit, wenn Menschen wie du mitmachen. Als Kunde, als Partner, als Mensch, dem es nicht egal ist.